12 Uhr
mit Desta – Dekoloniale Stadtführung
(auf Deutsch)
Tickets
Zehlendorf gilt vielen als grüner, ruhiger Bezirk – doch auch hier finden sich Spuren der kolonialen Vergangenheit Deutschlands. Bei unserer dekolonialen Tour wollen wir diese Geschichte sichtbar machen und uns fragen:
Welche kolonialen Verflechtungen prägen den Stadtteil bis heute?
Wie zeigt sich koloniales Erbe im öffentlichen Raum – in Straßennamen, Denkmälern oder Erinnerungsorten?
Und wie können wir gemeinsam an einer dekolonialen Erinnerungskultur arbeiten?
Gemeinsam erkunden wir verschiedene Stationen in Zehlendorf, hören Geschichten von Widerstand und kolonialer Gewalt, und diskutieren Perspektiven auf eine gerechtere Geschichtserzählung. Die Tour lädt zum Mitdenken, Nachfragen und gemeinsamen Lernen ein.
Dekoloniale Stadtführungen in Berlin vermitteln Wissen über die deutsche Kolonialgeschichte und zeigen, wie deren Erbe bis heute unsere Gesellschaft und Stadt prägt. Die Führungen laden dazu ein, koloniale Kontinuitäten im Stadtraum sichtbar zu machen – individuell, im Team oder in Organisationen – und bieten persönliche, flexible und eindrückliche Lernerfahrungen.
Mehr Informationen hier: https://www.dekolonialestadtfuehrung.de/
Treffpunkt: „Tom’s Kaffeerösterei“ in der U- Bahn Station Onkel Tom’s Hütte
Die Tour wird am Haus am Waldsee enden.
Bei Regen findet die Tour trotzdem statt, bitte Regenschirm und regenfeste Kleidung mitbringen.
Dauer: ca. 90 Minuten
Tour: Justice Mvemba
Ticketpreis: 15€, 12€ (ermäßigt), inkl. Eintritt zur Ausstellung
Tickets können über unsere Ticketwebsite gebucht oder am Veranstaltungstag an der Kasse erworben werden.
Max. Teilnehmer*innenzahl: 20 Personen. Ab 12 Jahren.
Foto: Aimé Mvemba
18 Uhr
Eröffnung der neuen Ausstellungen
Gianna Surangkanjanajai (*1991 in Köln, lebt und arbeitet in New York) arbeitet vorwiegend skulptural und reflektiert in ihrer Praxis Situationen, in denen Form aus den Bedingungen ihrer Umgebung hervortritt. Ihre Arbeiten greifen häufig geometrische Körper auf, die jedoch weniger als festgelegte Gestalt erscheinen, denn als Ausgangspunkte und Strukturen, die sich im Verlauf materieller Prozesse verschieben oder porös werden. Transparente Volumen fassen Stofflichkeiten, die sensibel auf Licht, Temperatur und Schwerkraft reagieren. Skulptur entzieht sich hier der Gewissheit des Objekthaften und tritt vielmehr als Anordnung hervor, die sich fortwährend neu justiert und sich äußeren Bedingungen gegenüber öffnet. In Momenten, in denen die Arbeiten an Schwellen zwischen materieller und immaterieller Präsenz operieren, entfaltet sich aus dieser Offenheit ein erweitertes Feld von Möglichkeiten.
Rey Akdogan (Heilbronn, Köln, lebt und arbeitet in New York) richtet ihren Blick auf Standardisierungen von Materialien und Wahrnehmungsprozessen, die unsere visuelle Gegenwart prägen. Ihre Arbeiten nehmen medienübergreifende und häufig raumbezogene Formen an, die sich zwischen Projektion, Skulptur und Installation bewegen. Akdogan untersucht, wie Atmosphären entstehen und wie Farbe, Licht und stoffliche Eigenschaften sinnliche Erfahrung organisieren und affektive Räume hervorbringen. Die von ihr verwendeten Materialien – Farbfilter, bedruckte Kunststoffe, Verpackungsfragmente – entstammen industriellen und szenografischen Kontexten und dienen in ihren herkömmlichen Zusammenhängen der Steuerung von Blick und Aufmerksamkeit. In Akdogans Arbeiten lösen sie sich aus diesen festen Bestimmungen und machen die operative Logik dieser Systeme neu erfahrbar.
Eröffnung im Gartensaal
Zum 80-jährigen Jubiläum 2026 richtet das Haus den Blick zurück auf seine Anfangsjahre – auf den Wandel vom privaten Wohnhaus zum Ausstellungshaus, auf Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit und auf die Spuren, die diese Entwicklungen im Selbstverständnis der Institution hinterlassen haben.
Eine von der georgischen Kuratorin und Archivarin Nina Akhvlediani (*1989 in Tiflis, lebt und arbeitet in Tiflis) für die ehemalige Garage (heute das Café) entwickelte Displayarchitektur ermöglicht flexible Formen der Präsentation von Archivalien. Im Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen eröffnen sich neue Perspektiven auf das Haus, die zeigen, dass Archive immer auch ein Spiegel der Gegenwart sind.
Seit… gliedert sich in drei Kapitel. Das erste Kapitel wird von dem Künstler Luciano Pecoits entwickelt und ist vom 20.2. bis 25.5. zu sehen.
Informationen zu den Ausstellungen
Als Freunde und Förderer genießen Sie exklusive Sonderveranstaltungen bei freiem Eintritt in alle Ausstellungen. Unterstützen Sie mit Ihrem Förderbeitrag das Programm des Hauses und werden Sie Mitglied.
19 Uhr
Eröffnung der neuen Ausstellungen
Gianna Surangkanjanajai (*1991 in Köln, lebt und arbeitet in New York) arbeitet vorwiegend skulptural und reflektiert in ihrer Praxis Situationen, in denen Form aus den Bedingungen ihrer Umgebung hervortritt. Ihre Arbeiten greifen häufig geometrische Körper auf, die jedoch weniger als festgelegte Gestalt erscheinen, denn als Ausgangspunkte und Strukturen, die sich im Verlauf materieller Prozesse verschieben oder porös werden. Transparente Volumen fassen Stofflichkeiten, die sensibel auf Licht, Temperatur und Schwerkraft reagieren. Skulptur entzieht sich hier der Gewissheit des Objekthaften und tritt vielmehr als Anordnung hervor, die sich fortwährend neu justiert und sich äußeren Bedingungen gegenüber öffnet. In Momenten, in denen die Arbeiten an Schwellen zwischen materieller und immaterieller Präsenz operieren, entfaltet sich aus dieser Offenheit ein erweitertes Feld von Möglichkeiten.
Rey Akdogan (Heilbronn, Köln, lebt und arbeitet in New York) richtet ihren Blick auf Standardisierungen von Materialien und Wahrnehmungsprozessen, die unsere visuelle Gegenwart prägen. Ihre Arbeiten nehmen medienübergreifende und häufig raumbezogene Formen an, die sich zwischen Projektion, Skulptur und Installation bewegen. Akdogan untersucht, wie Atmosphären entstehen und wie Farbe, Licht und stoffliche Eigenschaften sinnliche Erfahrung organisieren und affektive Räume hervorbringen. Die von ihr verwendeten Materialien – Farbfilter, bedruckte Kunststoffe, Verpackungsfragmente – entstammen industriellen und szenografischen Kontexten und dienen in ihren herkömmlichen Zusammenhängen der Steuerung von Blick und Aufmerksamkeit. In Akdogans Arbeiten lösen sie sich aus diesen festen Bestimmungen und machen die operative Logik dieser Systeme neu erfahrbar.
Eröffnung im Gartensaal
Zum 80-jährigen Jubiläum 2026 richtet das Haus den Blick zurück auf seine Anfangsjahre – auf den Wandel vom privaten Wohnhaus zum Ausstellungshaus, auf Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit und auf die Spuren, die diese Entwicklungen im Selbstverständnis der Institution hinterlassen haben.
Eine von der georgischen Kuratorin und Archivarin Nina Akhvlediani (*1989 in Tiflis, lebt und arbeitet in Tiflis) für die ehemalige Garage (heute das Café) entwickelte Displayarchitektur ermöglicht flexible Formen der Präsentation von Archivalien. Im Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen eröffnen sich neue Perspektiven auf das Haus, die zeigen, dass Archive immer auch ein Spiegel der Gegenwart sind.
Seit… gliedert sich in drei Kapitel. Das erste Kapitel wird von dem Künstler Luciano Pecoits entwickelt und ist vom 20.2. bis 25.5. zu sehen.
