Prelude: Leiko Ikemura - Utagawa Hiroshige


22. August - 06. September 2015


Seit 1989 und erneut 2005 taucht die japanische Künstlerin Leiko Ikemura in die Welt der Farbholzschnitte von Utagawa Hiroshige (1797 – 1853) ein. Mit zarten Pastellkreiden reagiert sie auf dessen berühmteste Serie der „53 Stationen der Tokaido“, jene herausragenden Aussichtspunkte entlang der Ostküste Japans, von denen wir in dieser „Sommergastausstellung“ zwölf Drucke im Dialog mit den Arbeiten von Ikemura zeigen können.

Die heitere Berührung von populären Landschaften des mittleren 19. Jh. mit den Interpretationen einer souveränen Malerin und Bildhauerin im Berlin des frühen 21. Jh. wirkt wie eine Fata Morgana aus dem kollektiven Weltgedächtnis in unsere Gegenwart hinein.

Leiko Ikemura wurde in Mie, Japan geboren. Sie studierte spanische Literatur in der Universität Osaka und ab 1972 in Granada, wo sie parallel ein Bildhauerstudium aufnahm. Von 1973 bis 1978 studierte sie Malerei an der Akademie von Sevilla um sich 1979 als freischaffende Künstlerin in Zürich niederzulassen. 1983 war sie Stadtzeichnerin in Nürnberg und zog 1986 nach Köln. 1991 wurde sie als Professorin für Malerei an die Hochschule der Künste in Berlin berufen. Im August 2015 wird sie dort frühzeitig emeritiert.

Unter zahlreichen Preisen erhielt Ikemura 2010 den August Macke Preis, 2013 den JaDe-Preis und 2014 den Preis Cologne Fine Art. Ikemura lebt und arbeitet in Berlin und Köln.

Wir danken den Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz – Museum für Asiatische Kunst für die großzügigen Leihgaben von Utagawa Hiroshige.

Im Frühjahr 2016 folgt eine große Einzelausstellung von Leiko Ikemura im Haus am Waldsee.

Gefördert durch Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Regierender Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten, Freunde und Förderer des Hauses am Waldsee e.V.